Bewegungsbaustelle

Bewegung ist nicht alles ... aber ohne sie geht nichts!

Sicherheit

Die Sicherheit der Kinder sollte oberste Priorität haben. Gerade mit der Arbeit an der Bewegungsbaustelle ist dies immer wieder ein Aspekt, der viele Erzieher und Eltern abschreckt. Ein Kindertagesheim muss sämtliche Auflagen, welche die Sicherheit der Kinder gewährleisten sollen, erfüllen.

Die vorgefertigten Geräte werden alle TÜV geprüft und einer strengen Kontrolle unterzogen. Als Kindergärtnerin haftet man natürlich für die Sicherheit des Kindes. Diese Vorrausetzung verunsichert viele Pädagogen und nur wenige sind bereit sich über diese eigentlich unrealistische Methode hinwegzusetzen.

Wie soll sich ein Kind nun weiter entwickeln, wenn ihm nur vorgefertigte Materialien angeboten werden? Ich konnte schon oft beobachten, dass Kinder Gefahren und Risiken selbstständig lösen und durch gestaltendes und bewegendes Umgehen mit den Materialen zunehmend "trittsicherer" werden.

Und gerade hier möchte ich ansetzen. Mit dem Projekt der Bewegungsbaustelle möchte ich den Kindern - und mir - Gelegenheit geben, aus diesem entwicklungshemmenden Kreislauf auszubrechen. Die Kinder lernen durch den Umgang mit dem Material ihre Grenzen kennen. Sie übernehmen die Verantwortung für ihr eigenes Handeln und lernen unliebsame Folgen ihres Tuns zu erdulden und zu ertragen.

Dieses selbstständige Arbeiten festigt das Selbstbewusstsein des Kindes und macht es sicherer. Sie lernen sich auf die selbst errichteten Bauwerke einzulassen und sammeln dabei wichtige Erfahrungswerte, die für ihr späteres Leben von großer Bedeutung sein werden. Z.B. stoßen sie in vielen Situationen an ihre Grenzen und lernen sie zu überwinden. Das Bauwerk ist zu instabil oder der Turm zu hoch um hinunter zu springen. Sie entwickeln durch die entstehenden Reize immer neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten, bis sie es wagen ganz ohne äußere Aufforderung ihre Hemmschwelle zu überschreiten.

So werden sie ganz natürlich
"selbstständig" und sicher.

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